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Der typische Arbeitsmorgen einer Trans-Frau im Körper eines Mannesin 4 Minuten gelesen

Wie der Beginn des beruflichen Tages aussieht, wenn ich noch in einem männlichen Körper stecke, aber als Frau seit Oktober 2017 lebe. Vom Aufstehen bis zum Ankommen am Arbeitsplatz der Penelope.
 Etwas Privates  

Pünktlich um 8.30 Uhr klingelt bei mir der Wecker, manchmal auch um 8.00 Uhr. Je nachdem wie meine Tagesform ist. Bis jetzt habe ich meistens ca. 30 Minuten für Kaffee und TV-Streaming gebraucht, um wach zu werden. Beim Kaffeemachen bekommen meine Katzen Luna und Minimi meistens ihr Frühstück, während ich bis mittags nichts esse.

Nachdem ich wach genug bin, bewege ich mich mit meinem Tagesoutfit und Schminke zum Bad. Das Tagesoutfit wähle ich seit einiger Zeit immer am Vortag, bevor ich schlafen gehe, denn ansonsten übernimmt das Chaos das Sagen. Auch meine Katzen bekommen Aufmerksamkeit, so schmuse ich oft mit Luna und auch Minimi bekommt ein paar Streicheleinheiten.

Im Bad dusche ich dann schnell, die Haare bekommen nach dem Shampoo ihre Kur, denn sie wären ohne noch viel schneller trocken und kaputt. Die Haarpflege hat sich seit 2019 massiv verbessert.

Noch war alles wie bei einer richtigen Frau, aber nun kommt der große Unterschied: Nachdem ich mich angezogen habe, verteile ich den Rasierschaum und gehe dann in mein Zimmer, um meine Damentasche fertig zu packen und mein Essen für die Arbeit zu machen. Diese Dinge dauern nämlich lange genug, damit der Rasierschaum gut eingewirkt hat und ich meinen nervigen Bart von meiner empfindlichen Haut abrasieren kann.

Danach schmiere ich mir eine Menge Schminke über Gesicht und Hals. Dabei fange ich mit der Manhattan Foundation „3in1 Easy Match Make-up“ an. Erst danach sieht mein Gesicht eher feminin statt männlich aus. Die rot gereizte Haut nach dem Rasieren sieht man nun nicht mehr.

Als nächstes benutze ich den Puder von „Manhattan“, mal einen hellen Ton, mal Bronze. Letzteres meistens am Hals und an dessen Rändern, um die Gesichtsform weiblicher wirken zu lassen. Am Ende kommt noch ein wenig rosa Puder an meine Wangen. Dies mache ich erst seit Kurzem wieder, wirkt einfach weiblicher.

Mit einem rosa Lippenstift werden meine Lippen schön natürlich betont, dazu bekommen meine Augenbrauen mit einem Eyebrow Pen der Marke „Rival“ die gewünschte Form. Bei den Augenbrauen weiß ich erst seit Kurzem, wie man sie von der Form her machen sollte. Auf keinen Fall breit, daher versuche ich, die Augenbrauen schmaler zu machen.

Aktuell versuche ich auch, um meine Augen herum mit Schminke zu arbeiten. Ich hoffe, dass ich dort in paar Wochen ein perfektes Ergebnis erreiche. Bis jetzt würde ich das Endergebnis um die Augen mit der Note „Ausreichend“ bewerten. Einen Eyeliner habe ich auch gekauft, vermeide die Nutzung aber noch. Zum einen habe ich dafür noch kein Feingefühl und zum anderen schwitze ich sehr viel, wogegen  ich erst einmal mit ärztlicher Hilfe vorgehen möchte. Vielleicht benutze ich den Eyeliner erst, wenn ich bei meinem Arbeitsplatz zwischen 10.30 bis 11.00 Uhr angekommen bin oder nicht mit dem Fahrrad zur Arbeit fahre.

Denn nachdem ich Deo und Parfüm benutzt habe und meine Katzen für den Tag versorgt wurden, fahre ich mit meinem Fahrrad vom Heidelberger Stadtteil „Emmertsgrund“ den Berg herunter zum Stadtteil „Rohrbach“, von dort geht es in die Innenstadt. Da ich meistens beim Ankommen am Arbeitsplatz schwitze, gehe ich danach erstmal zu den Toiletten, um mich wieder optisch zurecht zu machen: Haare wieder in ihre Form bringen und bezüglich des Schwitzens mit Tüchern das Gesicht bearbeiten.

Ich überlege, in der Zukunft vom Stadtteil Rohrbach mit der Straßenbahn zu meinem Arbeitsplatz zu fahren oder mein Fahrrad Zuhause zu lassen und wieder mit Straßenbahn und dann von Rohrbach-Süd aus mit dem Bus zu meinem Stadtteil zu fahren. Nur beim Hinweg würden circa 15 Minuten mehr drauf gehen. Aber dafür würden meine Haare in Form bleiben und mir bliebe teilweise das Schwitzen erspart.