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Philipp Amthor ist nicht mit Sebastian Kurz vergleichbarin 4 Minuten gelesen

Einige Kommentatoren haben den CDU-Neuling Amthor mit Kurz verglichen, aber ehrlich gesagt ist er Herrn zu Guttenberg viel näher als dem bodenständigen Politiker Kurz. Dazu die „anekelnde“ Lobbyarbeit, nicht von einem Lobbyisten, sondern von einem Politiker. Irgendetwas läuft gewaltig falsch. Ein Kommentar von Penelope.
 Gesellschaftsthemen  

In den letzten Tagen mussten wir – zumindest sicher die politisch Interessierten – feststellen: Der CDU-Jungstar Amthor ist nicht so bodenständig, wie er sich damals dargestellt hat. Ganz ehrlich? Ich habe ihn schon 2019 als arrogant und erzkonservativ eingeschätzt. Zu der Zeit habe ich den Politiker Amthor durch seine Antwort bezüglich des Rezo-Videos „Zerstörung der CDU“ wahrgenommen bzw. durch dessen Nicht-Antwort-Video sowie seiner vielen Kommentare in der Presse.

Ich werde mich nicht auf das damalig Gesagte von Amthor konzentrieren, sondern auf sein allgemeines Verhalten. Auf mich wirkt er arrogant, erzkonservativ und ist kein Politik-Neuling mit bodenständigen sowie charakterstarken Eigenschaften. Er ist für mich genauso ein Politiker wie die, die schon sehr lange in der Politik hocken und nur wegen des Geldes dort verblieben sind. Ich finde, als junger Mensch sollte man lieber nach idealen Werten streben sowie arbeiten, statt nur nach seinem lieben Geld.

Und zum Nachdenken bringt, dass Amthor in die Nähe von fragwürdigen Politikern wie Karl-Theodor zu Guttenberg, Hans-Georg Maaßen, August Hanning (Ex-BND-Chef) und weiterer Personen rückt. Die ersten zwei genannten Personen sollte man weitläufig umgehen, außer man will genauso charakterlos in der Politik sein und nur eine politische Karriere anstreben.

Nur dumm dabei, dass der Wähler solche Politiker nicht wählen wird. Was ich nicht verstehe: Wie kann man so jung sein, aber so fern von Fortschritt? Man wird nicht vom Wähler gewählt, um in der Liga der Reichen und Mächtigen mitspielen zu können. Die Politik ist auch nicht dafür gedacht, um private Eigeninteressen durchzuboxen. Vielleicht sind die Aktienoptionen im deutschen Recht keine Entlohnung, aber pragmatisch und im Alltag von US-Firmen ist das eine typische Entlohnung. Sollte er mit der Bundestagsverwaltung keinen Ärger bekommen, gibt es eine Gesetzeslücke, die geschlossen werden muss. Auch wer als Politiker Aktienoptionen bekommt, muss diese als Art Gehalt melden.

Und das stimmt auch. Nicht alle Firmen bzw. Start-ups werden einen Termin beim Bundesministerium (müsste jenes für Verkehr sein) bekommen und auch sicher keine Firmen,  die nur versprechen können, aber sonst nichts liefern. Aber durch Philipp Amthor konnte die Firma Augustus Intelligence mit leeren Versprechen an Expertengesprächen teilnehmen. Auf der Ministerium-Seite heißt es: „Mit dabei waren die Unternehmen Augustus Intelligence, BMW, Bosch, Cargonex, Deutsche Bahn und Deutsche Telekom“.

Amthor ist ein CDU-Politiker ohne Substanz und Inhalte. Sollte er jetzt nicht liefern, ist ER politisch geliefert und wird sicher kein Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern. Ein paar Tage nachdem ich diesen Blogartikel geschrieben habe, ist es offiziell: Er wird nicht für das hohe Amt in Mecklenburg-Vorpommern kandidieren. Somit ist er auch nicht mit Sebastian Kurz vergleichbar. Dieser Politiker ist auch nicht über 50, aber dafür bodenständig und einer der großen Gegensätze zu Amthor. Kurz kommt mit Substanz und Inhalten, hebt sich von anderen Politikern ab und kopiert sie nicht. Amthor ist dagegen eine Kopie der Politiker über 50, nur dass er auf dem Pass unter 50 ist.

In der deutschen Demokratie sind Vertrauen und Charakter zwei der Grundlagen für die Wähler. Wer dies missachtet und Fehler macht, muss Folgendes haben: einen Aufklärungswillen und den Willen, den Fehler als Fehler anzusehen. Das tut der Jungstar in der CDU nicht und Teile der CDU haben es auch nicht verstanden. Aber Wolfgang Bosbach hat es erkannt und bei der Talkshow Markus Lanz Folgendes richtig gesagt:

„Wir brauchen nicht nur künstliche Intelligenz, wir brauchen auch natürliche Intelligenz. […] Ich muss doch eigentlich nicht erst in die Verhaltensvorschriften für Abgeordnete gucken, um zu sehen: Ich kann doch nicht des eigenen wirtschaftlichen Vorteils zuliebe eine Verbindung herstellen zwischen einem Unternehmen und der Politik.“